Auch nach Veröffentlichungen und Gegenveröffentlichungen unzähliger Anschuldigungen gegen Yogi Bhajan, sagen viele Zeitgenossen noch immer „Also, ich glaube das“ oder „Ich glaube das nicht“. Ich fragte mich, warum fragen wir Yogi Bhajan nicht selbst? Warum fragen wir nicht Guru Ram Das oder unser höheres Bewusstsein, dass mit allem verbunden ist, um die Wahrheit zu wissen? (…denn im Wassermann Zeitalter zählt doch nur noch Wissen).

Ich habe gefragt. Ich bin sehr interessiert, was du weißt.

Sat Nam
shs

Schreibe mir!

Hier ist, was Yogi ji mir (im Tratakam) schon vor einigen Monaten persönlich sagte.

„Ich bin schuldig. Ich konnte in dieser Welt nicht wirken, ohne schuldig zu werden. Sicherlich nicht wie du denkst. Ich habe eingegriffen, um das Leben vieler Menschen zu verändern. Ich muss diese Schuld tragen. Jeder muss seine, du musst deine Schuld tragen, wenn du beginnst. Wie waren meine Motive, wie sind deine Motive. Wie waren meine Fehler, wie sind deine? Ich folgte meinem inneren Kompass. Wie ist dein innerer Kompass? Was wissen wir wirklich? Wer war dabei, in 1000 Gesprächen und Berührungen? Wen hast du berührt? Wen hast du geliebt? Wem hast du geholfen? Wo hast du Fehler gemacht? Die Zeit hat mir keine Chance gelassen. Diese Zeit gewährt wenig Chancen, wenig Licht, viel Leid. Wer kann es aufzählen? So viel Leid trägt jedeR in sich, auf der Seele, in den tief verborgenen schmerzvollen Erinnerungen in sich. Das Leid der Zeit, das jetzt aufbricht wie eine eiternde Wunde. Ich bin in die Tiefe von all dem Leid getaucht und hab es geteilt, bin Teil davon geworden, vom Schmerz, von der Ungerechtigkeit, der Verderbtheit, der Verlogenheit, der Korruptheit. Ich bin Teil von alledem. Ich bin auch Teil vom Aufbruch, von der Sehnsucht nach Liebe, nach Leben, nach Freude, nach Einheit, nach Gemeinschaft und Glück. Ich wollte widerstehen. Ich habe in mir geforscht und gerungen, was Heilung bringen kann, Bewusstsein, Veränderung. Ich habe Techniken entwickelt, die es so noch nicht gab. ich habe in 1000 Augen geschaut und 1000 Tränen geweint. Ich habe mich entschlossen, Stärke zu lehren, Selbstbewusstsein, Neuanfang, Aufstehen gegen alle Widerstände. Ich habe 1000 Wege gegen den Schmerz, die Schuld, die Trauer über unsere verlorene Unschuld, über unsere Gier nach Leben, über unsere Schwächen, über unsere Feigheit, Verantwortungslosigkeit, über unsere Unfähigkeit gebracht. Ich wollte helfen, dass einige Schulden beglichen werden können, Gleichgewicht wieder zu finden ist, aufstehen, neu beginnen möglich ist, ein neuer Mensch möglich ist, überhaupt erst mal Mensch werden möglich ist: Wege zu meiner mir versprochenen, menschlichen Größe, in meiner so tief verborgenen, vergrabenen, unbekannten, unerlaubten, ungeglaubten eigenen Göttlichkeit. Ich bin schuldig geworden auf viele Weise. Ich habe viele Schmerzen erlitten und viele Schmerzen verursacht. Meine Übungen sind schmerzhaft, Schmerzen gegen Schmerzen, Schmerzen zum Erwachen, zum Durchbruch zu dir, zu deiner Kraft, zu deiner Gesundheit, zu einem Glück. Halte doch die Arme hoch, parallel zum Boden und spüre den Schmerz, der deinen Magen, deine Nerven, deine Durchhaltefähigkeit, deine Schwächen heilt. Sprechen wir über uns selbst. Ich bin schuldig geworden und doch bin ich weiter gegangen. Ich habe Dämme gebaut gegen die Flut und habe geblutet in meiner Seele, in meinem Herzen in dieser erbarmungslosen Zeit. Ich habe mich gegen die Flut gestemmt. Ich habe verloren, wenn du aufgibst zu wirken in dieser Zeit und es besser zu machen.“